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Verrückte Hüte

Die Idee kam durch einen Fernsehbericht der BBC über das Pferderennen in Ascot und die interessanten Hutkreationen, die dort zu sehen sind. Als der Reporter berichtete, dass sich zu diesem Anlass die englischen Schulkinder bunte Hüte basteln und damit Spalier stehen, wenn die Queen das Rennen besucht, war klar: So etwas muss ich auch mit „meinen“ Kindern machen!

Unser Anlass war kein Pferderennen, sondern die traditionelle Maifeier an unserer Schule, bei der alljährlich die Schüler für die Eltern und die Bewohner des Seniorenheims Frühlingslieder und -gedichte vortragen. Hier wollten wir unsere eigenen Hutschöpfungen einem geneigten Publikum in passendem Rahmen präsentieren. Dem Thema der Veranstaltung entsprechend lautete auch das Hut-Thema: „Endlich Frühling – was es jetzt alles wieder gibt, was man jetzt alles wieder machen kann.“ Dazu fiel den Kindern natürlich einiges ein.

Um uns über Hüte und ihre verschiedenen Formen und Dekorationsmöglichkeiten zu informieren, lasen wir gemeinsam das Bilderbuch „Des Königs neuer Hut“ und betrachteten Bücher über Mode und Hutmode. Die Fantasie wurde insbesondere angeregt, als die Kinder im Internet nach Bildern mit den Stichwörtern „ascot“ und „ascot hat“ forschten. Einige davon sehen Sie hier.

Und hier nun unsere Hutschöpfungen:

Modell “Frühlingslianen”

Modell “Kaninchenbabys”

Modell “Ausritt im Frühling”

Modell “Blumenkönig”

Modell “Fahrradtour”

Modell “Wasserbändigerin”

Modell “Baum”

Modell “Blütenzweige”

Theoretisch wären viele verschiedene Hutformen möglich gewesen. Die praktischen, handwerklichen Probleme wären dabei jedoch so vielfältig geworden, dass weder die Kinder allein sie hätten lösen können, noch ich mich in so viele Teilpersonen hätte zerspalten können, wie zu technischem Beistand nötig gewesen wären. Darum bot ich ein gemeinsames Grundmodell an: Aus Tonkarton werden Streifen geschnitten. Ein Streifen wird um den Kopf gelegt, nicht ganz stramm, sondern so, dass noch zwei Finger dazwischenpassen, und zusammengetackert. Dann wird ein Streifen unter diesen Ring gesteckt und von vorn nach hinten über den Kopf geführt und angetackert (Partnerarbeit). Nun folgt ein Streifen von rechts nach links. Anschließend werden weitere Streifen schuppenartig angelegt (wenn sie innen am Ring befestigt werden, wird der Hut enger), bis der Gupf komplett ist. Dieser wird auf Tonkarton gestellt, der Umriss mit Bleistift aufgezeichnet, dann die gewünschte Krempe bzw. nur ein Schild (wie bei einer Baseballkappe) aufgezeichnet. In den inneren Kreis wird ein weiterer Kreis gezeichnet, von dem aus die Klebelaschen bis zur zweiten Kreislinie eingeschnitten werden. Die Klebelaschen werden mit Ponal innen an den Gupf geklebt.

Gupf ...

... und Krempe...

... werden miteinander verbunden.

Der Gupf oder auch der gesamte Hut werden mit eingekleistertem Transparentpapier kaschiert. (Auch hierdurch wird der Hut enger.) Damit die Tackerklammern nicht in den Haaren hängen bleiben, können sie mit Kreppband von innen überklebt werden.

Modell “Eisdiele”

Bei der Maifeier unserer Schule führten wir die Werke auf einer Hutmodenschau vor. Jedes Kind hatte hierzu einen Präsentationstext für seinen Hut entworfen (mit Hilfe eines Arbeitsblatts).  Während das eine Kind seinen Hut vorführte, las ein anderes den Text dazu vor.

Modell “Vogelhochzeit”

Modell “Colourful Nature”

Modell “Grillparty”


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